Wie wir arbeiten · Für alle und für Fachleute
Wie wir arbeiten: Quellen, Prüfung, Grenzen
offen prüfbarNiemand hält das Zepter der Wahrheit allein in der Hand. Darum zeigen wir hier, woher unser Wissen kommt, wie sicher es ist, wer es prüft und wo unsere Grenzen liegen. Und wie du uns korrigieren kannst.
- 3+
- Quellen mit DOI in jedem Artikel, 5 auf Übersichtsseiten
- 5
- Stufen der Studienlage, von stark bis unklar
- 24
- feste Regeln für Werberecht bei Gesundheit
- 1
- fachliche Freigabe, bevor etwas erscheint
00 ·Anspruch· Was versprechen wir?
Wir sagen, was wir wissen, wie sicher es ist und wer was klärt. Entscheiden tust du.
Prüfbar
Jede Kernaussage nennt ihre Quelle mit DOI und ihre Ebene: Zelle, Tier, Mensch oder Modell.
Ehrlich begrenzt
Jeder Artikel sagt, was wir nicht wissen. Ein ehrliches „begrenzt“ ist uns lieber als ein geschöntes „moderat“.
Klar zugeordnet
Wir sagen, was deine Ärztin klärt, was eine Therapeutin, was ein Mentor und was du selbst entscheidest.
01 ·Der Weg· Wie entsteht ein Artikel?
Von der Frage bis zur Freigabe
Sieben Schritte, immer in derselben Reihenfolge. Ohne fachliche Freigabe erscheint nichts.
Die Frage
Wir starten mit der Frage, die Menschen wirklich stellen: aus Suchanfragen, Kursen und Gesprächen. Der Titel nimmt ihre Worte auf.
RedaktionWas es schon gibt
Wir lesen die drei besten Antworten, die es heute gibt: Aufbau, Quellen, Autor, Datum. Dann halten wir fest, was fehlt und was wir klarer und belegter sagen können.
RedaktionQuellen mit DOI
Wir zitieren nur Studien aus unserem Studienregister, jede mit DOI zur Originalarbeit. Neue Quellen sichtet erst das wissenschaftliche Team. Zurückgezogene Studien fallen heraus.
WissenschaftEin fester Bogen
Deine Frage, drei Sichten, die biologische Sicht mit Merksatz, die ehrliche Grenze, wer klärt was, deine Entscheidung, ein nächster Schritt.
RedaktionPrüfung
Jeder Text läuft durch feste Prüfungen: Quellen und DOI, Werberecht für Gesundheit, Googles Regeln für hilfreiche Inhalte, Sprache. Heikle Themen prüft zusätzlich das Recht.
Prüfung und RechtFachliche Freigabe
Eine Person aus dem wissenschaftlichen Team liest den Artikel und gibt ihn frei oder schickt ihn zurück.
WissenschaftErscheinen und pflegen
Der Artikel erscheint mit Datum. Wir beobachten, ob er die Frage beantwortet, und überarbeiten ihn, wenn nötig.
Redaktion
Jede Änderung geht den Weg noch einmal. Ändern wir einen veröffentlichten Artikel, entsteht eine neue Fassung. Sie wird geprüft und freigegeben wie ein neuer Text, auch eine kleine Korrektur.
Digital unterstützt, von Menschen freigegeben. Entwürfe entstehen digital unterstützt. Jede Aussage liest, prüft und gibt ein Mensch frei, bevor etwas erscheint.
02 ·Evidenz· Wie sicher ist das?
An jeder Kernaussage steht, worauf sie beruht
Zelle, Tier, Mensch oder Modell. Dazu unter dem Kopf die Studienlage in fünf Stufen.
So sieht das im Text aus
- Mitochondrien senden und empfangen Signale, sie sind mehr als Kraftwerke. gut belegt: Zelle, Tier; Mensch in Teilen(Picard und Shirihai 2022)
- Ein Schutzprogramm in drei Phasen, das abschließen muss. Modell nach Naviaux(Naviaux 2014, 2019)
- Auch das angeborene Immunsystem hat ein Gedächtnis. gut belegt: Zelle, Tier, Mensch(Netea u. a. 2016)
- Polyvagal-Theorie: hilfreich für die Praxis, in Einzelannahmen nicht bestätigt. Arbeitsmodell, in der Physiologie umstritten
Beispiele aus der Seite Regenerationsmedizin. Jedes Modell nennt den Namen dessen, der es aufgestellt hat.
Studienlage unter dem Kopf eines Artikels
- StarkMehrere hochwertige Studien bestätigen den Effekt übereinstimmend.
- ModeratGute Hinweise aus Studien, aber noch nicht abschließend bestätigt.
- VorläufigVielversprechende frühe Ergebnisse, größere Studien stehen aus.
- BegrenztWenige Studien oder methodische Schwächen, aber mechanistisch plausibel.
- UnklarKaum oder widersprüchliche Daten, noch nicht einzuordnen.
Fünf Linien, ein Gesamtbild
Kein einzelner Studientyp entscheidet allein. Wir schauen, wie viele Linien in dieselbe Richtung zeigen: Mechanismus, Beobachtung in großen Daten, klinische Erfahrung, Erfahrung Betroffener und randomisierte Studien. Danach richtet sich, wie stark wir formulieren.
- „Die Evidenz zeigt klar …“
- „Verschiedene Evidenzlinien zeigen übereinstimmend …“
- „Mechanistische und klinische Daten legen nahe …“
- „Erste Hinweise deuten darauf hin …“
- „Es wird diskutiert, ob …“
Sätze, die du bei uns nicht liest
- „Es ist wissenschaftlich bewiesen“, außer bei Übersichten vieler randomisierter Studien
- „Die Wissenschaft sagt“, weil es die eine Wissenschaft nicht gibt
- „Es gibt keine Evidenz für …“, weil ein fehlender Beleg kein Gegenbeweis ist
- „Das wirkt nicht, weil es keine randomisierte Studie gibt“
Und auch nicht das Gegenteil
- Ein Mechanismus ist kein Wirksamkeitsnachweis.
- Ein Zusammenhang ist keine Ursache.
- Kein Gegenbeleg heißt nicht, dass es stimmt.
„Unbewiesen ist nicht widerlegt.“
Unbewiesen ist aber auch nicht bewiesen. Darum steht die Ebene an jeder Aussage, und du kannst selbst gewichten. Wie wir die Linien zusammenführen, beschreibt unser Fachbeitrag zur Evidenz bei chronischen Erkrankungen.
03 ·Grenzen· Was tun wir bewusst nicht?
Wissen ist Information, kein Verkauf
Keine Diagnose, keine Dosis als Anweisung, keine Heilversprechen, kein Angebot im Artikel.
Keine Diagnose
Wir schreiben nie „du hast …“. Ob eine Krankheit vorliegt, stellt deine Ärztin fest. Das gilt auch für Rechner und Messungen.
Keine Dosis als Anweisung
Mengen nennen wir nur beschreibend, so wie Studien sie getestet haben, mit Quelle. Keine Zieldosis je Beschwerde, keine Marke.
Keine Heilversprechen
Kein „heilen“, „besiegen“ oder „loswerden“ für unser Angebot. Keine Erfolgsquoten, kein „ohne Nebenwirkungen“.
Kein Verkauf im Artikel
Kein Angebot, kein Preis, kein Partner, kein Rabattcode. Am Ende steht auf jeder Seite derselbe Schritt zum Verstehen.
Kein Rat zu Medikamenten
Wir raten weder zu noch ab. Wir erklären, was ein Mittel biologisch tut, damit du deiner Ärztin die richtigen Fragen stellen kannst.
Keine Selbsttests mit Ergebnis
Checklisten erklären Muster und geben dir Fragen fürs Arztgespräch. Sie vergeben keine Punkte und keinen Befund.
Keine erfundenen Geschichten
Erfahrungen nur von echten Menschen mit schriftlicher Einwilligung, als Beispiel gekennzeichnet, ohne Krankheitsergebnis.
Keine Abwertung
Wir beschreiben Grenzen des Gesundheitssystems sachlich und immer mit einem Weg nach vorn. Ärztinnen und Kassen sind Partner, nicht Gegner.
04 ·Wer klärt was· Wem gehört welche Entscheidung?
Vier Rollen auf Augenhöhe
Statt Warnkästen schreiben wir, wer was klärt und was du mitnimmst.
Du
entscheidest über dich
Deine Ziele, Ja oder Nein zu jeder Maßnahme, ob du ein Medikament nimmst oder absetzt, nach ärztlicher Aufklärung. Und wer deine Daten sieht.
Ärztin
klärt die Krankheit
Krankheit feststellen oder ausschließen, behandeln, verordnen. Sie entscheidet, ob ein Befund krankhaft ist.
Therapeutin
behandelt in ihrem Fach
Psychotherapie, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie oder Heilpraktik: die Behandlung einer Störung in ihrem Fach.
Mentor
richtet aus auf Gesundheit
Er erklärt Biologie, begleitet im Alltag und bereitet Übergaben vor. Er verordnet nichts und stellt keine Diagnose.
„Ein Laborwert zeigt, wie dein Körper reguliert. Ob eine Krankheit dahintersteckt oder nicht, kann er nicht sagen; das klärt die Ärztin.“
Deine ärztliche Behandlung läuft weiter. Brustschmerz, Atemnot, Ohnmacht oder Herzrasen, das nicht abklingt, gehören heute noch ärztlich angeschaut: ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117, bei Verschlechterung Notruf 112.
05 ·Grenzen und Fehler· Was, wenn wir falsch liegen?
Wissenschaft ist ein Prozess. Wir auch.
Jeder Artikel nennt sein Datum. Jede Korrektur wird eine geprüfte Fassung. Und du kannst uns korrigieren.
Jede Studie zeigt einen Ausschnitt: gemessen unter bestimmten Bedingungen, an bestimmten Menschen, mit bestimmten Methoden. Große Wiederholungsprojekte in der Psychologie und in der Krebsforschung konnten einen großen Teil veröffentlichter Ergebnisse nicht bestätigen.
Das heißt nicht, dass diese Forschung wertlos war. Oft steckt Biologie dahinter: Menschen reagieren je nach Alter, Ernährung und Vorgeschichte verschieden. Darum schreiben wir unsere Artikel so, dass sie mitwachsen können.
Vier Arten von Wissen
- Was wir wissengut belegt, mit Quelle
- Offene Fragenbekannt, aber ungeklärt
- Können ohne WorteErfahrung, die noch keine Studie fasst
- Blinde Fleckenwas wir noch nicht sehen
So beheben wir Fehler
Hinweis an uns. Schreib in die Kommentare unter dem Artikel oder an info@mojo-institut.de. Nenne die Stelle und, wenn du hast, eine Quelle.
Prüfung. Wir lesen jeden Hinweis und prüfen die Stelle gegen die Quelle. Bei heiklen Themen schauen Wissenschaft und Recht noch einmal hin.
Neue Fassung. Ist der Fehler belegt, entsteht eine neue Fassung. Sie geht den Weg noch einmal: Prüfung, fachliche Freigabe, Erscheinen.
So bleibt es nachvollziehbar
- Datum. Im Kopf jedes Artikels steht, wann er erschienen ist und wann wir ihn zuletzt überarbeitet haben.
- Quellen. Am Ende jedes Artikels, mit DOI. Ein Schild daneben heißt: mit dem DOI-Register abgeglichen.
06 ·Methodik der Werkzeuge· Woher kommen unsere Zahlen?
Laborwerte und Nährstoffe, offen hergeleitet
Wo unsere Werkzeuge mit Zahlen arbeiten, legen wir Herleitung, Belegstufe und Quellen offen.
Laborwerte
Referenzbereich und Optimalbereich
Ein Referenzbereich ist Statistik: Das Labor misst Menschen, die als gesund gelten, und nimmt die mittleren 95 % ihrer Werte. Einer von zwanzig Gesunden liegt darum per Definition außerhalb. „Gesund“ heißt dort: ohne bekannte Krankheit.
Ein Optimalbereich beschreibt, wo eine biologische Aufgabe sicher erfüllt ist. Er liegt immer innerhalb des Referenzbereichs. Er ist ein Ziel für Maßnahmen der Regeneration, kein Befund.
Belegstufe jedes Bereichs
- A Studienlage
- B biologisch begründet
- C Lehrmeinung
- Jeder Bereich hat einen Steckbrief: Biologie, Herleitung jeder Grenze, Unsicherheit, Quellen.
- Freigabe durch das wissenschaftliche Team mit Name und Datum, Prüfung einmal im Jahr.
- Ob ein Wert krankhaft ist oder behandelt werden muss, entscheidet deine Ärztin.
Methodik Laborwerte lesen · alle Steckbriefe mit Anmeldung
Nährstoffe
Wie wir Nährstoffprofile berechnen
Für acht Ernährungsformen rechnen wir aus Musterspeiseplänen und den Lebensmitteldaten der USDA FoodData Central ein Nährstoffprofil, skalieren es auf den Energiebedarf und sagen, wie viel davon der Körper aufnehmen kann. Die Seite legt Datenquellen, Rechenweg und Grenzen des Modells offen. Zielmengen oder Dosierungen stehen dort nicht.
07 ·Menschen· Wer schreibt und wer prüft?
Namen statt Absender
Wer schreibt und wer prüft, steht mit Namen da.

Dr. Gerrit Keferstein
Arzt · Entwickler von CHRONISCH GESUND
Schreibt die Wissen-Artikel und gibt sie fachlich frei. Entwickler des Modells. Studienautor von „Toward a System for Chronic Health“ (Preprint 2025, noch ohne Begutachtung, DOI).
08 ·Geld und Interessen· Wer bezahlt das?
Wissen kostenlos, Angebote getrennt
Wir sagen offen, womit wir Geld verdienen und wo Interessen liegen könnten.
- Herausgeber. CHRONISCH GESUND ist eine Marke der MOJO GmbH. Geschäftsführer ist David Höhfeld.
- Womit wir Geld verdienen. Mit Ausbildungen und digitalen Kursen, vor allem der Grundausbildung für Fachleute. Mit dem Cockpit, der Software für Praxen und Orte, und mit einer Gebühr auf Zahlungen, die darüber laufen.
- Darum kein Angebot im Artikel. Information und Verkauf bleiben getrennt. Im Wissen stehen keine Preise, keine Partner und keine Marken.
- Keine gekauften Links. Wir kaufen und tauschen keine Links.
- Rabattcodes unserer Partner. Kaufst du bei einem Partner mit unserem Rabattcode, bekommen wir eine Provision vom Partner. Die Codes sehen nur Menschen mit Konto im Campus, nie ein Artikel im Wissen.
- Nähe zum Unternehmen. Autor und fachliche Prüfung kommen aus dem Unternehmen: Dr. Gerrit Keferstein ist Gründer von CHRONISCH GESUND.
- Geld vom Staat. Wir bekommen keine öffentlichen Förderungen.
- Eigene Studien. Wo wir selbst forschen, steht es an der Quelle. Unter den Autoren des Preprints sind auch Menschen aus unserem Unternehmen.
09 ·Kritik und Fragen· Ist das seriös?
Fragen, die man uns stellt
Kritik ist willkommen. Hier die häufigsten Fragen, ehrlich beantwortet.
Ist CHRONISCH GESUND seriös?
Prüf es selbst. Jede Kernaussage hat eine Quelle mit DOI und eine Ebene, jede Seite ein Datum und eine fachliche Freigabe. Wo wir unsicher sind, steht es dabei.
Und wenn du etwas findest, das nicht stimmt: Sag es uns. Belegte Fehler korrigieren wir.
Ersetzt das meine Ärztin?
Nein. Deine ärztliche Behandlung läuft weiter. Wir arbeiten dort, wofür die Kasse nicht gebaut ist: Zeit, Messen, Begleiten im Alltag. Diagnose und Behandlung bleiben bei deiner Ärztin.
Ist Regenerationsmedizin wissenschaftlich anerkannt?
Regenerationsmedizin verbindet gut belegte Befunde mit Modellen, die viele Befunde ordnen, klinisch aber noch früh sind. Wir sagen bei jeder Aussage, was davon was ist.
Sie ist nicht dasselbe wie regenerative Medizin im akademischen Sinn, also Stammzellprodukte und gezüchtetes Gewebe. Mehr auf der Seite Regenerationsmedizin.
Warum weichen eure Zielbereiche von Laborbereichen ab?
Weil sie eine andere Frage beantworten. Laborbereiche zeigen, was in der Bevölkerung häufig ist. Wir fragen, wo eine biologische Aufgabe sicher erfüllt ist, und legen jede Herleitung offen.
Ob ein Wert krankhaft ist, entscheidet deine Ärztin.
Verdient ihr an euren Empfehlungen?
Im Wissen empfehlen wir keine Produkte und nennen keine Marken. Geld verdienen wir mit Ausbildung, mit Software für Praxen und mit Provisionen aus Rabattcodes. Das alles steht nie im Artikel. Mehr unter Geld und Interessen.
Wo finde ich Erfahrungen anderer?
Auf der Seite Ergebnisse: Stimmen echter Menschen mit Einwilligung, als Beispiel gekennzeichnet.
Ich habe Kritik. Wohin damit?
Zu einem Artikel: in die Kommentare darunter, mit der Stelle und, wenn du hast, einer Quelle. Zu uns als Unternehmen: an info@mojo-institut.de. Wir lesen jeden Hinweis.
Wissen, das dich entscheiden lässt.
Wenn du verstehen willst, was dein Körper tut, fang hier an. Kostenlos und ohne Kaufzwang.